Kleine Schritte zur Heilung der Erde

Von Leo Petersmann

In Berlin habe ich 10 Jahre lang zu einer ökologischen Gruppe gehört: „Aufbruch anders besser leben“. Wir haben uns zwar manchmal an öffentlichen Aktionen beteiligt, aber das zentrale Anliegen war, unser eigenes Leben zu verändern und uns dabei gegenseitig zu unterstützen.
Der Impuls entsteht natürlich aus der Überzeugung, daß unsere Lebenswelt beschädigt und beschädigend ist und daß wir notwendig eine grundsätzliche Wandlung und Heilung brauchen. Und daß die große Krise, die längst sichtbaren Veränderungen und die universalen Lebenskräfte unsere wichtigsten Kraftquellen dafür sind.

In dieser Gruppe habe ich Mark kennen gelernt. Er hat dann in Deutschland und im Ausland nach Möglichkeiten gesucht, das „andere Leben“ zu verwirklichen. Jetzt bearbeitet er seit einem Jahr zusammen mit Paola, seiner italienischen Partnerin, in Apulien ein eigenes Stück Land mit Olivenbäumen, einem Gemüsegarten und 2 Bienenvölkern. Sie wohnen zu dritt in einem gemieteten Haus mit „Strumpf“, einem zugelaufenen schwarzen Hund, der anhänglich und freiheitsliebend ist. Das Haus hat keine Wasserleitung, sondern sie leben aus der Zisterne unter dem Haus, die jeden Winter vom Regen gefüllt wird.

Im Gelände am Haus habe ich geholfen, Feigen zu ernten und für den Winter zu trocknen. Das extra gebaute Trockenhaus hat noch nicht gut funktioniert. Aber in der Sonne auf den traditionellen Bambushürden wurden die Feigenhälften ganz gut trocken.

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